Bilanzberechnung

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1 Allgemeine Informationen

Über die Bilanzberechnung findet ein Vergleich von verfügbaren und benötigten Lehrerstunden statt. In der ersten Ausbaustufe werden nur die verfügbaren Umfänge dargestellt.

2 Aufruf

Die Bilanzberechnung wird über das Menü "Planung/Bilanz" aufgerufen.

Planung-bilanz-menue.png

3 Aufbau der Maske

In dieser Maske wird angezeigt, welches Arbeitsvermögen in der Schule durch die Lehrkräfte abgedeckt werden kann. Dazu werden vom Beschäftigungsumfang aller Lehrkräfte alle Tatbestände wie Abordnungen und Anrechnungen abgezogen, die zur Verringerung des Arbeitsvermögens führen. Als Erhöhungstatbestände werden die Abordnungen an die Schule aufgeführt. Diese Bilanz zeigt nur die richtigen Werte, wenn je nach Zuständigkeit entweder durch das Personalreferat oder Fachreferat der Bildungsagentur oder durch die Schulleitungen alle relevanten Daten eingetragen sind.

Datenpflege Zuständigkeit
Abordnungen, personenbezogene Anrechnungen (außer örtlicher Personalrat), Ermäßigungen (bspw. Altersermäßigung) Personalreferat der SBA
Erhöhungstatbestände für Anrechnungen (bspw. zweiter Beratungslehrer, Referentenbetreuung) Fachreferent der SBA
schulbezogene Anrechnungen, örtlicher Personalrat Schulleitung


Planung-bilanz-gesamt-1.png

Im oberen Bereich wird das Datum eingestellt. Hier kann taggenau eingestellt werden, welche Bilanz dargestellt werden soll.

wichtig:

Soll ein Blick auf den 1. Stichtag dargestellt werden, muss als Datum der 1. August (erster Schultag des folgenden Schuljahres) eingestellt werden. Weiterhin ist das Datum des 2. Stichtages und das heutige Datum als Vorauswahl hinterlegt.

Planung-bilanz-gesamt-datum.png

Nach dem Ändern des Datums muss die Maske aktualisiert werden.

4 Maske Bilanz

4.1 Tabelle 1 (linker Bereich)

Im Bereich Beschäftigungsumfang sind die Lehrkräfte in die Bereiche Vollzeit, Teilzeit und derzeit nicht arbeitende LK eingruppiert. Die Summen dieser 3 Bereiche stellt das Bruttoarbeitsvermögens dar. Im Bereich "nicht arbeitendes Stammpersonal" werden bspw. Langzeitkranke gezählt.

Planung-bilanz-gesamt-bu.png

Der Beschäftigungsumfang des Stammpersonals wird durch Zugänge und Abordnungen reduziert bzw. erhöht. Das Vorzeichen der Summendarstellung stellt die Erhöhung bzw. Reduzierung dar.

Planung-bilanz-gesamt-redzuw.png

Das Zwischenergebnis wird als Arbeitsvermögen dargestellt.

Planung-bilanz-gesamt-arbeitsv.png

Von diesem Wert werden nun die Anrechnungen, Ermäßigungen und Freistellungen (AEF) abgezogen. Da dieser Wert immer abgezogen wird, steht in der Summenbildung immer ein negativer Wert.

Planung-bilanz-gesamt-aef.png

Bemerkungen:

  • Personenbezogene Anrechnungen, Ermäßigungen und Freistellungen (aus LPDK) werden durch das Personalreferat in der LPDK gepflegt und an SaxSVS übertragen. Innerhalb von SaxSVS können keine Anpassungen vorgenommen werden.
  • Freistellungen für den ÖPR werden durch die Schulleitung gepflegt.
  • Bei schulbezogenen Anrechnungen erfolgt eine Gegenüberstellung vom theoretischen Wert (berechnet) und den vergebenen Stunden durch die Schule.
  • die berechneten Stunden für die separat aufgelisteten Funktionen werden von der Schulaufsicht eingetragen, außer Betreuungslehrer VKA
  • die berechneten Stunden für Betreuungslehrer VKA ergeben sich aus der Anzahl dieser Klassen * Faktor 2

Das Ergebnis der Berechnung stellt das Nettoarbeitsvermögen (3. letzte Zeile) dar.

Planung-bilanz-gesamt-nettoarbeitsv.png


Der nächste Abschnitt berechnet den Bedarf. Auch hier werden der Bedarf aus der Grundbereichsberechnung und die bereits verplanten Stunden durch die Schule gegenübergestellt.

Planung-bilanz-gesamt-gb.png

Bemerkungen:

  • (1) Grundbereich
  • der berechnete Bereich wird aus der GB-Berechnung übernommen (in den Werten der Schulart sind die Stunden für DAZ-3 enthalten)
  • die IST-Stunden werden aus der Personaleinsatzplanung übernommen
  • bei einer ausbilanzierten Fachbilanz müssen die Werte zeilenweise übereinstimmen
  • (2) Bedarf für inklusive Unterrichtung
  • in der Klammer werden die Anzahl der Schüler angezeigt (Wert entsprechend der Datengrundlage)
  • Die Stundenzahl stellt die verplanten Stunden der Lehrkräfte dar.
  • (3) Ergänzungsbereich
  • Ergänzungsbereich darf normalerweise nur geplant werden, wenn der Grundbereich komplett abgedeckt ist.
  • Sonderfall: der Grundbereich kann nicht abgedeckt werden, da eine LK mit dieser Spezialisierung fehlt. Dann ist es möglich, bei nicht ausbilanziertem Grundbereich Ergänzungsbereich zu planen.

4.2 Tabelle 2 (mittlerer Bereich)

Durch Klick auf die Lupe vor den Bereichen in der linken Tabelle öffnet sich eine 2. Tabelle mit Detailinformationen. Hier stehen nun alle Lehrkräfte mit Beschäftigungsumfang und offenen Stunden. Planung-bilanz-tab2.png

4.3 Tabelle 3 (rechter Bereich)

Durch Klick auf den Namen der Lehrkraft in der 2. Tabelle wird eine weitere Tabelle angezeigt. In dieser Darstellung kann nachvollzogen werden, wie der Wert "offene Stunden" berechnet wird.

Planung-bilanz-tab3.png

Dazu enthält die Tabelle alle Tatbestände, die der aufgerufenen Person zugeordnet werden. Wenn der Mauszeiger auf eine Abkürzung gezogen wird, erscheint der Volltext als Info.

Planung-bilanz-tab3-Fkt.png

Die Bilanz wird immer in einem neuen Tab erstellt. Bei Klick auf das erste Symbol in der Kopfzeile wird im Haupt-Tab die Registerkarte AEF der jeweiligen Person aufgerufen.

Lk-3tabelle-link.png

5 Export der Daten nach Excel

Es besteht die Möglichkeit, die angezeigten Daten zu exportieren und in Excel weiter zu bearbeiten oder zu speichern.

Planung-bilanz-gesamt-export.png

6 Beispiele für Bilanzberechnungen

6.1 Voraussetzungen

Folgende Voraussetzungen müssen gegeben sein:

  • Die theoretisch berechneten schulbezogenen Anrechnungsstunden wurden alle den LK zugeordnet (berechneter Wert = IST-Wert)
  • Alle LK sind ausbilanziert (keine offenen Stunden, nicht überplant)

6.2 Fallbeispiel 1

Bilanz-fall1-ausgeglichen.png

Bemerkungen:

  • alle Fallgruppen der GB-Berechnung wurden genehmigt
  • benötigtes Arbeitsvermögen = berechneter Grundbereich + Bedarf für inkl. Unterrichtung + Ergänzungsbereich
(1097,25 = 1013,89 + 18,77 + 64,59)
  • alle theoretisch berechneten Stunden der GB-Berechnung wurden mit LK-Einsatz geplant (berechneter Wert = IST-Wert)
  • das für den Grundbereich nicht benötigtes Arbeitsvermögen wurde im Ergänzungsbereich geplant

Bilanz der Schule (roter Bereich):

  • Die Bilanz der Schule ist ausgeglichen.

Bilanz des Fachbedarfs (blauer Bereich):

  • Die Fachbilanz ist ausgeglichen.

6.3 Fallbeispiel 2

Bilanz-fall2-ueberbucht.png

Bemerkungen:

  • einige Fallgruppen der GB-Berechnung wurden noch nicht genehmigt (mindestens 39,09 Stunden müssen bei der GB-Berechnung noch dazu kommen, damit nicht zu viel Unterricht geplant ist)
  • benötigtes Arbeitsvermögen = berechneter Grundbereich + Bedarf für inkl. Unterrichtung + Ergänzungsbereich
(491,41 = 467,91 + 2,50 + 21,00)

Bilanz der Schule (roter Bereich):

  • Die Bilanz der Schule ist nicht ausgeglichen. Es erscheinen 39,09 Stunden, die noch verplant werden müssen (Grundbereich oder Ergänzungsbereich oder inklusive Unterrichtung)

Bilanz des Fachbedarfs (blauer Bereich):

  • Die Fachbilanz ist nicht ausgeglichen. Die gegenüber gestellten Zahlen stimmen nicht überein.

6.4 Fallbeispiel 3

Bilanz-fall3-nochoffen.png

Bemerkungen:

  • alle Fallgruppen der GB-Berechnung wurden genehmigt
  • in der Schulart BS-F müssen noch Stunden den LK zugewiesen werden
  • die Schularten BS und BFS sind überbucht (es wurden mehr Stunden den LK zugewiesen als bei der GB-Berechnung berechnet wurden)
  • benötigtes Arbeitsvermögen = berechneter Grundbereich + Bedarf für inkl. Unterrichtung + Ergänzungsbereich
(930,06 = 876,06 + 45,00 + 9,00)
  • das benötigte Arbeitsvermögen ist größer als das Nettoarbeitsvermögen

Bilanz der Schule (roter Bereich):

  • Die Bilanz der Schule ist nicht ausgeglichen. Es fehlen zur Abdeckung des Unterrichts 15,98 Stunden an Arbeitsvermögen
  • Solange der Grundbereich nicht komplett verplant wurde, dürfte normalerweise kein Ergänzungsbereich vergeben werden.
  • Variante 1: Der Ergänzungsbereich ist zu löschen und die Stunden müssen im Grundbereich verplant werden.
  • Variante 2: Es ist planungstechnisch nicht möglich, den offenen Fachbedarf abzudecken (da kein Fachlehrer für eine Spezialisierung zur Verfügung steht). Somit ist die Planung des Ergänzungsbereich gerechtfertigt. Damit entsteht planmäßiger Unterrichtsausfall, die benötigten Stunden der Spezialisierung sind im Menüpunkt "Planung/Wünsche für Lehrerzuweisung" aufzulisten.

Bilanz des Fachbedarfs (blauer Bereich):

  • Die Fachbilanz ist nicht ausgeglichen. Die gegenübergestellten Zahlen stimmen nicht überein.